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20 Dinge, die ich in 20 Jahren gelernt habe.

In den vergangenen Wochen hat man auf YouTube immer mal wieder Videos gesehen, in denen Menschen die Dinge vorstellen, die sie in ihrem bisherigen Leben gelernt haben. Das meist verbunden mit Tipps und Tricks. Diese Videos finde ich meist sehr inspirierend, vor allem weil gerade vielen jüngeren Youtubern dabei tatsächlich Einiges einfällt. Auch ich wollte mir mal ein wenig Zeit nehmen um darüber nachzudenken, was ich zu diesem Thema zu sagen habe.

1. Richtig ist das, was ICH für richtig halte.

Nur weil mir Freunde sagen, dass bestimmte Kleidungsstücke nicht gut aussehen, muss das nicht wahr sein. So liegt doch die Schönheit im Auge des Betrachters. Nur weil jemand findet, dass es falsch ist homosexuell zu sein, muss das nicht der Wahrheit entsprechen. Nur weil man es jahrelang für richtig gehalten hat, dass Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben oder Religionen nicht gleich bedeutend sind, ist das nicht wirklich richtig.

2. Älter werden bedeutet nicht erwachsen werden.

Man wird nicht volljährig und hat plötzlich die Weisheit mit Löffeln gefressen. Erwachsen sein bedeutet erwachsen handeln. Man muss sich jeden Tag überwinden, um bestimmte Entscheidungen zu treffen, man muss sich trauen Fragen zu stellen, weil man für sich selbst verantwortlich ist. Und vor allem muss man das erkennen.

3. Nichts ist schlechter als Perfektionismus.

Einfach einmal zufrieden sein ist wichtig. Glücklich sein bedeutet nicht alles zu besitzen, sondern mit dem eigenen Besitz zufrieden sein. Die eigene Einstellung und Dankbarkeit kann glücklich machen.

4. Vergiss die Vergleiche!

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich mich sehr stark mit meinen Freunden verglichen habe. Warum hat Lisa so teure Kleider und ich nicht? Warum schreibt Anna so gute Noten ohne zu lernen? Warum darf Naomi ein Haustier haben und ich nicht? … So etwas ist nicht nur für alle sehr anstrengend sondern auch leider unglaublich belastend.

5. Schuldzuweisungen sind irrelevant.

Egal was andere Menschen sagen, das Vergangene ist nicht unbedingt geschehen, weil du wolltest , dass es passiert. Es war ein Fehler, eine Unaufmerksamkeit, aber war es auch die eigene Schuld? Vieles passiert einfach, weil es der falsche Zeitpunkt ist oder weil es schwer zu vermeiden war.

6. Lästern und Beleidigungen sind Gift.

Wer hat schon einmal gehört, dass bei jedem Streit ein Teil der Gefühle für einen Menschen absterben? Jede Beleidigung, jede verletzende Aussage kann einen Mensch nachhaltig beeinträchtigen und Schwächen.

7. Es ist schwer auf sich selbst zu hören, aber sehr schön.

Nicht immer weiß man direkt, was man mit dem eigenen Leben bezwecken will und wie man die eigene Zeit verbringen möchte, aber wenn man es dann herausfindet, kann es umso wertvoller sein.

8. Alles braucht Zeit.

Wie schön wäre es, wenn sich alle Probleme lösen würden? Wenn jeder Streit beendet, jede Freundschaft gemacht, alles Geld verdient wäre? Wäre das nicht beruhigend? So läuft das leider nicht und das warten erfordert Geduld.

9. Träume sind wichtig.

WEnn man schon alles besitzen würde wäre das unglaublich langweilig. Wenn man kein Ziel hätte wäre man schon fast tot. Also ist es doch irgendwie gut, noch nicht alles zu haben.

10. Freundschaft.

Freunde sind wichtig. Aber achte eher auf Qualität statt Quantität.

11. Gefühle sind nicht da um unterdrückt zu werden.

Jeder kennt Hass, Wut und Trauer. Jeder muss da durch – irgendwie. Es ist für jeden gleich schwer und es macht uns zu dem, der wir sind.

12. Bringe deine Mitmenschen dazu sich so zu fühlen, wie du dich fühlen möchtest.

13. Wenn es schwer ist, werde stärker.

Meckern bringt dich nicht weiter also arbeite an dir selbst.

14. Niemand anders kann dich zu dem Menschen machen, der du sein willst.

Nur du hast die Möglichkeit, der zu werden, der du werden willst. Sei wer du sein willst, ohne jemand Anderem die Entscheidung zu überlassen.

15. Verbringe so viel Zeit wie du kannst mit den Menschen, die du liebst!

Niemand wird ewig in deinem Leben bleiben also nutze die Zeit.

16. Bauchgefühl.

Wichtiger als Verstand, bedeutender als ein Ruf, wertvoller als Geld.

17. Das Leben ist nicht fair.

Niemals wird jeder die selben Chancen haben. Aber jeder hat die Chance sein Leben in einem bestimmten Rahmen zu verbessern.

18. Eine Laune ist nicht das Ende.

Nur weil man sich gerade schlecht fühlt, wird man sich nicht für immer schlecht fühlen. Es wird besser. 

19. Du hast kein Recht über Andere zu bestimmen.

Keine depressive Stimmung gibt dir das Recht andere Menschen dazu zu bringen, sich schlecht oder wertlos zu fühlen. Lasse deine Gefühle nicht an anderen Menschen aus. Nichts wirst du mehr bereuen.

20. Sei die beste Version deiner selbst.

Sei so positiv wie du sein kannst, so freundlich, aktiv, hilfsbereit und stark wie es für dich im Moment möglich ist. Arbeite jeden Tag ein bisschen an dir selbst. 

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Einfacher leben.

Jeder hat Probleme, muss sich mit mehr oder weniger heftigen Schicksalsschlägen abfinden und verschiedene Schwierigkeiten in seinem Leben meistern. Damit, dass jeder eine Last zu tragen hat, stimmen die meisten wohl überein. Ob allerdings jeder Mensch mit gleich schwierigen Problemen umzugehen hat, lasse ich unkommentiert.

Es gibt leider kein einheitliches Konfliktlösungsbuch, mit dem man jegliche Probleme aus der Welt schaffen kann und wie man mit Schwierigkeiten umgeht ist wohl eine persönliche Angelegenheit. Allerdings gibt es sicherlich einige Strategien, die dabei helfen, das Leben im Allgmeinen leichter zu nehmen und einfacher zu begehen. In den letzten Wochen/Monaten habe ich eine Art Selbstexperiment durchgeführt, bei dem es darum ging sich darauf zu konzentrieren, entspannter zu werden. Dabei haben sich doch einige hilfreiche Tipps herauskristallisiert, die tatsächlich eine Wirkung zeigten.
1. Sport, Sport und Schweinehund überwinden

Bevor jetzt jemand glaubt ich sei eine dieser Sportskanonen, die von ihren Eltern schon mit 3 Jahren in einen Verein gezwungen wurde und jedes Wochenende Fahrradtouren durchstehen musste… Nein! Sport war für mich nie ein wirklich wichtiger Teil in meinem Leben. Man hat natürlich mal einige Sportarten ausprobiert und ein paar Jahre amateurhaft gespielt. Aber wirklich regelmäßig Sport treiben war für mich nichts.

Dachte ich.

Sport kann wirklich Stress abbauen. Gerade Joggen oder HIT-Workouts sind ungelogen die beste Möglichkeit um sich auszupowern. Und anstatt wie bei einem Spaziergang müde zu machen habe ich regelmäßiges Joggen eher als Kraftschub empfunden. Eine weitere Nebenwirkung war ein Dornröschen-ähnlicher Tiefschlaf. Ich denke, dass regelmäßiger Sport einfach hilft den angestauten Stress auszulassen und das funktionierte ganz ohne Olympialeistungen.
2. Ruhezeit

Die Einen nennen es Quality-Time oder Me-Time die Anderen nennen es Meditation. Tatsächlich reicht ein wenig Zeit ohne elektronische Geräte in Stille um nach einem stressigen Tag herunterzukommen und den vergangenen Tag zu reflektieren. Die Zeit eignet sich perfekt um die folgenden Tage zu planen und generell effektiver zu sein.
3. Ziele wegschieben

Wer wie ich bei Stressphasen die Situation viel zu ernst nimmt, sehr schnell Schlafprobleme bekommt und kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht sollte versuchen seine Ziele zu vergessen. Wer sich selbst in der Art stresst wird so oder so sein bestes tun und das sollte das einzige Ziel sein. Ausgeschlossen bei diesem Tipp sind natürlich diejenigen, die eher dazu neigen, faul zu sein. Beruhigungsmittel ob homöopathisch oder tatsächliche Medizin sollte man von Beginn an vergessen. Das bringt so gut wie nichts (mit ein wenig Glück hilft dies gegen die Symptome) und das eigentliche Problem wird nicht beseitigt.
4. Gesundheit!

Neben regelmäßigem Sport auf seine Gesundheit zu achten ist sowieso sinnvoll. Also warum das nicht auch in die tägliche Routine einbauen? Das fängt natürlich bei der Ernährung an. Bekomme ich jeden Tag die notwendigen Vitamine und Nährstoffe, die mein Körper benötigt um einwandfrei zu funktionieren? Möchte ich mich wirklich die ganze Woche von Fertigessen oder Junk Food ernähren oder reicht das auch einmal pro Woche? Das ist eine meiner Meinung nach ganz persönliche Entscheidung, die jeder für sich selbst zu treffen hat. Und ich finde wir sollten dabei mehr auf unsere eigene Ernährung achten als darauf den Lebensstil von anderen (ob Veganer oder leidenschaftlicher Fleischesser) zu kritisieren.

Fazit:

Das sind Kleinigkeiten, die mir persönlich beim Entspannen unglaublich geholfen haben. Wenn jemand noch weitere Vorschläge hat würde ich mich darüber sehr freuen.

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Wie nutzt man seine Zeit?

Hendrikje Fitz ist tot. Eine unglaublich sympathische, talentierte und sehr offene Schauspielerin ist mit nur 54 Jahren an einer Krebserkrankung verstorben. Ihr offener Umgang mit der Situation, das „Sich-Nicht-Verstecken“, hat in den vergangenen Wochen viele Menschen beeindruckt und Mut gemacht. Ja ich bin mir bewusst, dass das Ganze mittlerweile nicht mehr aktuell ist und trotzdem bringt ein solches Schicksal zum Nachdenken. Die Frage, die bleibt ist: Warum? Warum muss ein Mensch mit einem solchen positiven Einfluss so früh gehen? Warum dürfen andere Menschen so viel länger leben? Warum hat es genau diese Person getroffen?

Es gibt wohl keine schlüssige Antwort auf solche Fragen. Und von einer Krebs-IMG_3573Überlebenden habe ich mir sagen lasen, dass die Frage nach dem „Warum“ genau das ist, was man vergessen sollte. Selbstverständlich bringt es niemanden weiter in Selbstmitleid zu versinken und doch fragt man sich, ob es in allem einen Sinn gibt. Was auch immer dieser Sinn sein sollte, worüber sich alle einig sein sollten ist wohl, dass man immer die verbleibende Zeit nutzen sollte – situationsunabhängig.

Wie nutzt man aber seine Zeit am sinnvollsten? Die meisten inklusive mir werden es wohl nicht abstreiten können: wir arbeiten. Wir geben alles in Sachen Karriere und hoffen darauf irgendwann einmal genug Geld auf dem Konto zu haben, um sich die eigenen Wünsche und Träume erfüllen zu können. Aber ist es wirklich der Zweck der Sache sich mit Arbeit zu quälen, die keinen Spaß macht nur um irgendwann eventuell unter optimalen Umständen…Wahrscheinlich nicht. „Irgendwann einmal“ gibt es vielleicht gar nicht. Vielleicht kommt in 2 Jahren die Diagnose Krebs und dann ist es vorbei mit 10-Jahres-Plänen. Viel zu oft müssen wir so etwas in unserem Bekannten- und Freundeskreis miterleben. Miterleben wie plötzlich die 18-jährige Freundin direkt nach dem Abitur, wo doch das Leben anfangen sollte, tödlich verunglückt. Dann bleiben 2 Optionen: Aufgeben oder Aufstehen.

Die Zeit sinnvoll nutzen bedeutet also sie nach unserem eigenen Willen nutzen. Ich finde ein Zitat von Thornton Wilder dazu sehr treffend:

Das Leben hat keinen Sinn – außer dem, den wir ihm geben.

Wir machen oft das, was richtig ist und das, was klug ist. Das was andere Menschen von uns erwarten und manchmal wollen wir genau das. Manchmal erkennen wir aber auch gar nicht, dass wir vielleicht lieber etwas anderes getan hätten. Wenn man eine Weile „vernünftig“ gelebt hat, dann ist es gar nicht mehr so einfach auf die eigene Stimme zu hören. Was will ICH denn eigentlich? Will ich Blogger/in, Fotograf/in oder Regisseur/in sein? Möchte ich einen handwerklichen Beruf ausüben auch wenn ich damit gegen den Strom schwimmen würde? Diese Fragen kann man nur selbst beantworten.

cropped-img_3622.jpgAber ist es nicht egoistisch, nur an sich selbst zu denken? Naja. Solange es darum geht, sich selbst glücklich zu machen (und das ist mein persönlicher Standpunkt), sollte es moralisch in Ordnung sein an sich selbst zu denken. Ein depressiver Mensch, der eventuell alle Menschen in seinem Umfeld mit negativer Stimmung ansteckt, weil er nicht genug Acht auf seine eigenen Bedürfnisse gibt, der hilft auch niemandem weiter. Und doch gibt es eine feine Grenze hin zum Egoismus, die man nicht überschreiten sollte.

Wie nutzt ihr Eure Zeit am liebsten und denkt ihr es ist egoistisch sich selbst vorne anzustellen?

 

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SelbstbewusstSEIN.

Es reicht! Was ist so schlimm daran mit fremden Menschen zu sprechen? Was ist so Angst einflößend an einer Präsentation vor IMG_3527Kommilitonen? Was könnte schon passieren, wenn man sich an einem Gruppengespräch beteiligt? Alltägliche Situationen können die Hölle sein, wenn man nicht die Fähigkeit besitzt, besonders selbstbewusst aufzutreten. Immer wieder die Fragen: weshalb habe ich gerade nicht gesagt, was ich dachte? Warum war ich gerade so nervös und ängstlich? Wenn es doch an diesen Situationen nichts Gefährliches oder Bedrohliches gibt? Selbstverständlich sind das überspitzte Situationen.

Selbst-bewusst: Wissen welche eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse man besitzt. Aber das ist nicht so einfach. Das Selbstbewusstsein muss nämlich, um wirklich einen Nutzen zu haben, größer sein als es Selbstzweifel sind. Größer als die Momente, in denen man nur daran denkt, was alles schief gehen kann, wie man sich blamieren kann. So passiert es, dass man eine Präsentation in und auswendig kann und trotzdem vor der Gruppe steht und nicht einmal mehr den eigenen Namen weiß.

Und wer diese Situationen nicht bei sich kennt könnte jetzt fragen, was daran denn eigentlich so schlimm ist. Es fühlt sich ungefähr so an wie verfolgt zu werden von dem eigenen Ich. Egal ob man weiß, dass man sich unterschätzt, oder nicht. Und wer sich bestimmte Situationen nicht zutraut, der meidet sie. Wer die Situationen vermeidet, dem fehlt die Übung. Wem die Übung fehlt, der traut sich nichts zu. Ein Teufelskreis.

Das Schlimmste daran ein geringes Selbstbewusstsein zu haben ist nicht einmal, dass es IMG_2690unglaublich schwierig ist, sich dieses aufzubauen. Es gibt einfach eine Reihe an Umständen, die wieder demotivierend sind, wenn man versucht sich selbst aufzubauen. Ein Beispiel wäre, dass fremde Menschen einen meist für arrogant halten, wenn sie nicht wissen weshalb man sie nicht überschwänglich begrüßt und ein langes Gespräch aufbaut. Man ist auch schnell der oder die „Komische“ wenn man in bestimmten Momenten lieber einmal alleine sein möchte oder Veranstaltungen meidet, sich anders verhält. Und häufig kommt dann ein Satz wie: „Aber du bist doch so *beliebiges positives Attribut*! Warum bist du so still?/Warum gehst du nicht mehr aus dir heraus?“ Dabei ist doch genau das unmöglich. Ich kann nicht aus meinem Körper, aus meinem Kopf heraus. Ich kann nicht einfach 10 Minuten lang meine Gedanken anhalten und ihnen sagen, dass sie doch bitte am nächsten Tag wiederkommen sollen, weil es mir gerade nicht passt.

Es ist aber leider nicht so einfach mal nebenbei ein selbstbewusster Mensch zu werden, IMG_3484wie es auf dem meisten sogenannten Ratgeber-Seiten erzählt wird. Listen mit eigenen positiven Eigenschaften, Selbstannahme. Nie hat das funktioniert. Und noch nie habe ich von jemandem gehört der solche Ratgeber gelesen hat und am nächsten Tag ein völlig neues Wesen hatte. Aber wie kann man jetzt tatsächlich „wachsen“, sich selbst mehr zutrauen? Die Frage bleibt.

 

 

 

 

 

 

 

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Wie man die Schule übersteht – Geschichte einer Überlebenden.

Die Tür des Busses öffnet sich, eine Menschenmasse drängt sich hindurch und zum Eingang eines großen blassen Gebäudes. Die Gänge chaotisch gefüllt und in nervöser Bewegung. Jeder weiß wo er langlaufen muss, weil er den Weg schon so häufig gegangen ist. Die Räume mit einfacher Ausstattung, weiß, viele Tische und Stühle – die Schule. Ungefähr 10 Jahre verbringen wir in diesen heiligen Hallen und genau deshalb werden wahrscheinlich so viele Filme und Bücher über diesen Lebensabschnitt produziert.

Mehrere Jahre lang sind wir verpflichtet hier anwesend zu sein und genau das macht die Schule zum Problem. Die Schulpflicht bedeutet für jeden Schüler, sich entweder in dieses

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Leider ist die Schule nicht immer so kinderleicht…

bestimmte System zu integrieren oder der „Social Outcast“/ Außenseiter  zu sein und jeden einzelnen Tag hoffen zu müssen, unbeschadet zu überstehen. Natürlich leben wir heutzutage in einer Zeit in der viel mehr geduldet und toleriert wird. Buntgefärbte Haare, ausgefallene Kleidungsstile, politische Meinungen, Sexualität – all‘ das muss heute kein Grund mehr sein, von Anderen ausgeschlossen zu werden und doch besteht ein konstanter Druck, nicht auffallen zu wollen, dazuzugehören. Manche nehmen diesen kaum/nicht und Andere sehr verstärkt wahr. Ich selbst habe 2014 mein Abitur gemacht und merken dürfen, von was für einer Last ich plötzlich befreit war. Von nun an muss man nirgendwo dazugehören und kann sich sein Umfeld mehr oder weniger aussuchen. Man kann wohnen, studieren und arbeiten wo und mit wem man will.

Wenn ich Tipps für Schüler geben darf, dann richten diese sich auch genau an dieser Grundsituation aus. Dazu muss ich sagen, dass ich keinen Abschluss in Psychologie habe oder in der Schule besonders beliebt war. Das sind lediglich die Methoden die mir beim Schulwechsel am meisten geholfen haben, mich in dem Schulsystem zurecht zu finden.

1. Probiere dich in jeder angebotenen Freizeitaktivität aus! In der Schule werden zahlreiche Austauschprogramme angeboten, bei denen man für wenig Geld ins Ausland reisen, neue Kulturen und viele neue Freunde kennenlernen kann. Diese Chance sollte man immer nutzen, da es im späteren Leben kaum noch möglich ist so günstig zu reisen. Außerdem bieten die meisten Schulen eine große Spanne an Sportarten als AGs an, was die perfekte Möglichkeit ist, an der eigenen Schule auf Menschen mit den selben Interessen zu treffen. Auch beispielsweise die Schülerzeitung ist hierfür perfekt. Je mehr Menschen man kennt, umso einfacher ist es ein großes Netz an Freunden mit verschiedensten Meinungen, Interessen etc. aufzubauen.

2. Bemühe dich um langwierige Freundschaften! In der Schule werden immer wieder Gerüchte gestreut, die mehr oder weniger wahr sind, und durch das typische Gerede verbreitet. Versuche zu deinen Freunden immer ehrlich zu sein, Vertrauen kann solche Sachen am besten abwehren. Und erinnere dich immer daran, wer dir in schwierigen Zeiten schon einmal beigestanden hat.

3. Sei stets respektvoll gegenüber deiner Lehrer! Das ist leider etwas, was mir nicht immer gelungen ist. Ich war nie der Klassenclown oder besonders schwer zu erziehen, wenn ich mich aber von Lehrern ungerecht behandelt gefühlt habe, so habe ich das die Lehrer während meiner Schulzeit auch immer spüren lassen. Sei du nicht so gekränkt und nehme nichts persönlich. Auch wenn ein Lehrer sich einmal kritisch äußert, behalte einen gewissen Grundrespekt, denn der Lehrer „sitzt am längeren Hebel“, er vergibt die Noten, er ist die Person, der die meisten Menschen glauben würden. Wenn ein Lehrer dich wegen schlechtem Verhalten nicht leiden kann, ist das eher dein und nicht sein Problem.

4. Nicht zu Hause verkriechen! Bei jeglichen Problemen, ob Mobbing, Konflikten mit Lehrern, sozialen Ängsten und so weiter, bleibe nicht aus Angst zu Hause, auch wenn es die Eltern erlauben. Bei einer Freundin von mir hat genau das alles nur verschlimmert. Als ihre sozialen Ängste begonnen haben, ist sie zu Hause geblieben und hat die Angst damit nur noch weiter aufgebaut. In ihrem Kopf hat sie sich die Schule noch schlimmer, wichtiger und Angst einflößender vorgestellt, als sie tatsächlich ist und musste irgendwann mehrfach in Behandlung. Auch ich litt zu der Zeit (G8-System sei Dank) unter sozialen Ängsten, wurde aber immer in die Schule geschickt und bei mir hat sich somit die Angst niemals ins Unermessliche gesteigert.

5. Sei organisiert und gib dein Bestes! Wer sich über das ganze Jahr hinweg in der Schule anstrengt, wird das Jahr sicher bestehen. Es sollte nicht darum gehen, der Beste zu sein aber eine gesunde Balance zwischen lernen und Freizeit zu finden. Wer immer dabei ist hat es dann am Leichtesten. So entsteht auch kein Stress um das Durchfallen und keine Versagensängste.

Ich hoffe, dass meine eigenen Erfahrungen irgendjemandem helfen oder vielleicht motivieren können.

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Das Leben in den Griff bekommen – ein für alle Mal!

Immer wieder sieht man Menschen im Fernsehen, im Internet oder in der Zeitung, die es wirklich geschafft zu haben scheinen in ihrem Leben. Großes Haus, vollständige Familie, toller Job, erfolgreiche Karriere, hochwertiges Auto und Berühmtheit. Das ist doch das, was jeder will und jeder anstrebt – oder etwa nicht?

Im Leben begegnen einem immer wieder Menschen, die das perfekte Leben zu haben scheinen, die sich zusammengerissen und es sich hart verdient haben. So etwas wie die Gewinner der Gesellschaft. Mit 18 Jahren in das Familiengeschäft eingestiegen und mit 28 das scheinbar perfekte Leben. Oder: eine kreative Geschäftsidee gehabt und sich Etwas eigenes aufgebaut. Wäre das nicht toll?

Nein! Das sagt zumindest Ben von www.anti-uni.com. Er hat sich ein höchst zufriedenstellendes, wenn nicht sogar fast perfektes Leben aufgebaut INDEM er sein sicheres Studium abgebrochen und „sein eigenes Ding gemacht hat“. Ben setzt sich mit seinen wenigen und doch aussagekräftigen Worten dafür ein, dass sich Menschen mit Träumen von dem „sicheren Weg“ abkehren und ihre Ideen umsetzen. Auf seine konkrete Philosophie möchte ich dabei gar nicht eingehen, er ist lediglich ein Beispiel dafür, dass Erfolg nicht immer etwas mit einem vorgegebenen klaren Weg zu tun hat.

Aber was ist dann Erfolg? Wenn es nicht Job, Karriere und Reichtum sind, dann würde doch jetzt wohl jeder sagen: Familie und Freunde. Jein…

Natürlich ist Erfolg im Beruf etwas, was einen Menschen erfüllen kann. Der Beruf kann IMG_3355einem Leben sicherlich einen Sinn geben und zeigen, dass man mit seiner eigenen Zeit etwas sinnvolles erreicht hat und doch bringt es einen Menschen nicht sehr weit, wenn er diese tollen Ergebnisse nicht mit jemandem Teilen kann. An dieser Stelle kann ich nur immer wieder die Geschichte von dem Mädchen an meiner Schule erzählen, die alles für einen Schnitt von 1,2 im Abitur getan hat und dann am Abschlussball ganz alleine war und ihren Erfolg nicht mit jemandem feiern konnte.  Jedoch kann man auch nicht alleine von Familie und Freunden leben. Das wäre eine ziemlich einseitige Beziehung, wenn man keinen eigenen Job, kein eigenes Haus etc. hat.

Erfolg ist wohl eher etwas wie Selbstverwirklichung. Selbstverwirklichung wird man niemals, egal wie viele Träume man sich selbst erfüllt erreichen können und doch ist es IMG_3277das, wonach alle streben – mehr oder weniger. Selbstverwirklichung ist so etwas wie die perfekte Mischung aus allen Komponenten: Karriere, Kontakte und Träume. Denn niemand kann voll zufrieden sein, wenn er nicht auch die eigenen Wünsche berücksichtigt. Das können Reisen sein in ferne Länder, die man sich erträumt oder einmal im Leben einen Ballonflug machen oder ein Ehrenamt ausüben. Dazu kann so ziemlich alles zählen. Wissen muss man dafür nur, was man selber wirklich will. Wenn man andere Menschen reisen sieht, dann möchte man das vielleicht auch machen aber deshalb ist es noch kein eigener Lebenstraum. Und deshalb ist genau diese Komponente wahrscheinlich so schwer, weil man auf sich selbst hören muss. Man kann sich diesen eigenen persönlichen Weg eben nicht aus einer Zeitschrift kopieren.

Und wie erreicht man jetzt Erfolg? Warum auch immer, mir selbst hat es schon immer sehr geholfen wichtige Dinge aufzuschreiben. Empfehlenswert ist es eine Liste zu führen. Diese sollte alle wichtigen Wünsche und Ziele enthalten aber auch Wege, um diese zu erreichen, und Zeitbegrenzungen. Aufschieben bringt eben auch nicht weiter. Um die eigene Motivation zu steigern ist es dann noch hilfreich, diese Ziele zu veröffentlichen. Das bedeutet nicht, dass man die gesamte Liste auf Facebook posten sollte, sondern vielleicht einfach wenigen Freunden davon zu erzählen, die man nicht enttäuschen möchte. Außerdem sollten die Ziele wirklich realistisch und machbar sein. Ansonsten ist der nächste Misserfolg direkt wieder demotivierend. Zusätzlich ist es wichtig, die eigenen Erfolge anzuerkennen. Das ist leider etwas, was sehr vielen Menschen schwer fällt – einfach einmal Stolz zeigen für die eigenen Leistungen und sich selbst auch dafür belohnen.

Mit diesen Tipps sollte doch aus jedem ein Erfolgsmensch werden!

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Jemals zu viel Zeit gehabt?

Wenn es dunkel ist und der Kopf sich nicht ausschaltet, wenn man einfach am Ende ist und die Gedanken im Kopf kreisen, wenn man die Stunden und Minuten und die Sekunden zählt, die man noch hat, dann kann man wahrscheinlich einmal wieder einfach nicht einschlafen. Nicht jeder hat diese Probleme täglich und nicht für jeden stellt das Einschlafen ein tatsächliches Problem da und doch gibt es viele Menschen, die häufig mit der wahrscheinlich einfachsten Sache auf der Welt kämpfen – dem Schlafen.

Ich selbst bin bei diesen Geschichten leider keine Ausnahme. Bei mir persönlich würde ich selbst keine Schlafstörungen diagnostizieren, insofern man das überhaupt kann. Und trotzdem kommt es in stressigen Phasen wie bei Klausuren, vor wichtigen Terminen oder IMG_3420bei Nervosität immer wieder dazu, dass nächtelang nicht an Schlaf zu denken ist. Das war quasi schon immer so. Und wenn man dann mitten in einer Klausurphase ist und im Stress, sich aber kein Schlaf finden lässt, dann zählt man die Zeit bis man aufstehen muss und denkt jede Minute darüber nach, ob das noch reicht, um am nächsten Tag volle Leistung erbringen zu können. Nach 3-4 Stunden wach liegen ist man dann zwar müde, aber so nervös und aufgebracht, dass es für den Körper gar nicht möglich ist, einmal zur Ruhe zu kommen. Bei mir endete dies dann in der Nacht meist darin, dass ich immer wieder aufgestanden bin und auf verschiedenen Internetseiten nach Rat gesucht habe.

Meistens bekommt man dann Vorschläge wie: die richtige Temperatur im Zimmer herstellen, nur zum Schlafen ins Bett gehen, Entspannungstechniken ausüben und Tee trinken. Leider sind das aber alles Tipps, die man entweder schon kannte oder die eben kurzfristig nicht helfen. So kam es, dass ich mir Schlaftabletten verschreiben ließ – ein weiterer Fehler. Die Wahl zu Schlaftabletten zu greifen fiel mir, um ehrlich zu sein nach Wochen nicht mehr schwer, obwohl es sich angefühlt hat, wie eine ungesunde Grenze zu überschreiten. Geholfen hat auch dies leider nicht und ich kann nicht beurteilen, ob es an der Dosierung oder der Art der Tabletten lag.

Nach weiteren Wochen und nachlassendem Stress hatte ich für mich aber einen einigermaßen gesunden Weg gefunden. Am ehesten in der Situation hilft es, bei IMG_3421Einschlafproblemen aufzustehen und 1-2 Stunden etwas völlig Anderes und Stupides zu machen. Zum Beispiel Bügeln oder Akten sortieren. Irgendetwas, das auf keinen Fall mit dem Auslöser des Stresses zu tun hat. Wer also eine Klausur schreibt, sollte nicht die Unterlagen aus diesem Fach sortieren. Und dann sollte man das Schlafzimmer erst wieder betreten, wenn man wirklich müde ist. Außerdem helfen langweilige Dokumentationen auf einer geringen Lautstärke oder Sachbücher lesen. Je stupider und einseitiger, umso besser. Hörbücher zum Beispiel finde ich persönlich zu anstrengend, weil man alles mitbekommt und sich mit der kompletten Geschichte auseinandersetzt, allerdings kann das auch einfach eine persönliche Ansicht sein.

Außerdem rate ich von „Schäfchenzählen“ und Atemübungen ab, die wühlen meist das Gemüt nur noch eher auf. Genauso wenig Wirkung zeigt meines Erachtens auch das Nutzen von angeblichen Einschlafhilfen wie Baldrianpräparaten etc. die freiverkäuflich sind. Auf lange Sicht ist es natürlich immer noch wichtig, sich einen gesunden Schlaf „anzutrainieren“ aber mithilfe der Tipps ist ja vielleicht auch jemandem, der gerade in der Situation ist geholfen.

 

 

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For Photographers Only!

Warnung: Dieser Beitrag ist ausschließlich für Fotografen und/oder Hobby-Fotografen gedacht und wird für Uninteressierte einschläfernd wirken.

Schon einmal darüber nachgedacht, alte Objektive wiederzubeleben? Die erste Frage, die

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So kann das aufgeschraubte Pentacon Objektiv aussehen.

man sich dazu stellen könnte wäre: WARUM? Alte Objektive von zum Beispiel analogen Kameras auf den neuen DSLRs zu benutzen bedeutet nicht nur, dass die „alten Teile endlich mal wieder benutzt werden“, weil kaum noch analog fotografiert wird. Alte Objektive sind natürlich vergleichsweise auch extrem günstig. Während neue Objektive (je nach Art des Objektivs) zwischen mehreren 100 und 1000+ Euro liegen, bekommt man bei alten Objektiven schon bei Preisen von 20 Euro aufwärts ein gutes Teleobjektiv.

Warum macht das dann nicht jeder? Selbstverständlich benötigt das auch ein IMG_2824Grundverständnis für die eigene Kamera und sehr viel Interesse, denn mit dem Kauf irgendeines Objektives ist es nicht getan. Die Objektive, die fast allgemeingültig (zumindest für Canon) verwendet werden können, nennen sich M42 Objektive. Die können mit einem M42- Adapter (ein kleiner aufschraubbarer Zwischenring) ganz einfach mit neueren Kameras verwendet werden. Die Adapter gibt es zum Beispiel bei Amazon schon ab 9 Euro aufwärts und in verschiedenen Variationen.

Hierbei muss man nur einige Dinge beachten:

  1. Die alten Objektive von analogen Kameras sind manuelle Objektive, was bedeutet, dass jegliche Bildeinstellungen, wie Fokus etc. selbst von Hand übernommen werden müssen. Das dauert seine Zeit, ist aber ein tolles individuelles Bildgestaltungsmittel und bedeutet einfach entschleunigte Fotografie. Jedes Foto ist quasi einzigartig.
  2. Muss der Adapter unbedingt für die eigene Kamera geeignet sein.
  3. Der Adapter kann unter Umständen trotz allem letztendlich zu Problemen führen. Bei der Canon EOS 700D zum Beispiel (die ich auch besitze) ist der Chip im Adapter nicht mit der Kamera kompatibel (Fehlermeldung: Die Firmware müsse aktualisiert werden). Dafür kann man einfach mit einem Tesa-Streifen oder irgendeinem Klebeband die Kontakte auf der Kamera oder die Kontakte im Adapter abkleben. Dann sollte es trotzdem funktionieren.
  4. Ohne Werbung zu machen sind Objektive von Pentacon sehr empfehlenswert und werden wohl als sehr hochwertig gehandelt.
  5. Üben. Von den „modernen“ Objektiven auf manuelle Objektive umzusteigen ist wirklich verwirrend aber macht zugleich unglaublich viel Spaß und ist sehr interessant. Wer aus dem mitgelieferten Standardobjektiv „herausgewachsen“ ist kann sich so ausprobieren und mehr auf die Fotografie einlassen.

Für mich persönlich war der Versuch ein voller Erfolg und ich werde definitiv weiterhin manuelle Objektive verwenden, da die Bilder von der Qualität meiner Meinung nach exakt genauso gut werden, wie die vorherigen auch. Es ist sehr zeitaufwändig, sich in die Thematik einzulesen. weshalb ich hoffe, dass meine kleine Zusammenfassung anderen Interessierten weiterhelfen kann. Fragen kann ich bei Interesse zumindest versuchen zu beantworten.

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Von Bulimie-Lernen und Lebenswandel

Guess who’s back, back, back – back again! Meine Klausurphase ist glücklicherweise einmal wieder überstanden und als Außenstehender kann man wohl gar nicht IMG_3346einschätzen, wie stark so etwas an jemandem zerren kann. Wie oft habe ich doch von Bekannten ein Augenrollen als Antwort bekommen, wenn ich von den schwierigen bevorstehenden Prüfungen geredet habe oder ein: „Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ein Studium so anstrengend ist.“

Verallgemeinern ist sowieso eine Eigenschaft, die scheinbar den meisten Menschen sehr gut gelingt. Studium ist eben nicht gleich Studium. Manche Studierende haben Module wie „Trommeln“ (Studiengang „Soziale Arbeit“ und das war kein Scherz) und andere Arbeitsrecht oder Investition und Finanzierung.

Die Klausurphase ist zumindest an meiner Hochschule immer wieder ein einzigartiges Ereignis, dass das wahre Gesicht so mancher Kommilitonen offenbart. Von Diebstahl der IMG_3361.JPGKlausurbögen über nächtliche Treffen mit Dozenten bleibt so ziemlich jeder Skandal abgedeckt – man könnte nahezu einen Film darüber drehen. Natürlich geschieht so etwas aus Verzweiflung und wahrscheinlich vor dem berüchtigten 3. Prüfungsversuch und es zeigt doch, wie hart das Studentenleben sein kann. Es ist leider nicht mehr wie in der Schule, wo man mehrere Klausuren schreibt, zusätzliche Leistungen hat und schlechte Noten ausgleichen kann. Man muss einfach zwei mal im Jahr wie auf Knopfdruck funktionieren. Und so kommt es, dass ca. 1 Monat vor den Klausuren eine Art Ausnahmezustand ausbricht, zu dem manche Studenten in der Bibliothek und von Fast Food leben.

Fraglich ist einfach, ob es nicht andere Möglichkeiten gäbe, die Studenten zu prüfen, als einmal im Semester eine Masse an Klausuren auf sie einprasseln zu lassen, die unmachbar scheint. Es werden bewusst Situationen geschaffen, die für alle Parteien stressig sind und nur weil es ein bestehendes System ist soll das jetzt nicht abgeändert werden? Im Vergleich zwischen Schulsystem und Universität hat sich zumindest für mich kaum etwas verändert, was nicht für jeden der Fall ist. Aber eigentlich wissen wir ja alle, dass „Studenten nur faule Schüler sind, die überall Rabatte und Ermäßigungen bekommen und eigentlich nichts dafür tun.“

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Silvester und der ewige Zwang „etwas zu Erleben“.

Silvester war in der Kindheit eine Art Familienfest. Es gab Raclette, Fondue oder sonstige zeitaufwendige Gerichte zum Essen. Feuerwerkskörper und kleine Böller wurden im Vorhinein überteuert gekauft. Und der Abend wurde Tage zuvor detailliert geplant. Neujahrsvorsätze gab es noch nicht und man konnte sich auf einen langen Abend und „Dinner for One“ in Dauerschleife freuen.

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Irgendwann gerät diese Art Silvester zu Feiern jedoch außer Mode – ungefähr mit dem Alter von 15 Jahren und man kann plötzlich dem ganzen Familienfest nichts Positives mehr abgewinnen. Das ist die Zeit, in der man sich entscheidet, lieber etwas Spannendes, Aufregendes zu erleben und mit einer möglichst großen Menschenmasse in das Neue Jahr zu feiern.

Die meisten Versprechen sich davon eine legendäre Party mit Geschichten, die man später noch den eigenen Enkeln erzählt, das Kennenlernen vieler neuer Menschen und einen Neujahrs-Kuss. Auch wenn es wohl kaum jemand zugeben würde, bin ich mir ziemlich sicher, dass so gut wie jeder schon einmal von diesem perfekten Silvester geträumt hat.

Doch zur jährlich wiederkehrenden Enttäuschung einiger ist Silvester auch nur irgendein normaler Abend. Der einzige Unterschied zu anderen Tagen ist der, dass die Eintrittspreise bei jeglichen Veranstaltungen um mindestens 10 Euro steigen, die Straßen überfüllt und die Menschen mehr als betrunken sind. Eventuell hört man später noch von Unfällen die durch mangelnde Vorsicht bei dem zünden von Feuerwerken passiert sind, von entlaufenen Hunden und Katzen und verschreckten Kindern. Zu den Feuerwerken ist lediglich zu sagen, dass diese auch nur so lange witzig sind, bis ein Vollidiot beginnt es witzig zu finden, Menschen damit zu erschrecken und unvorsichtig zu werden. Besonders nervig wird es, wenn die Nachbarn sich mit ihrem Feuerwerk gegenseitig übertrumpfen wollen und schon Nächte vorher mit dem „Üben“ und Probeläufen beschäftigen…

IMG_2704Trotz allem lässt sich Silvester natürlich auch einiges Gutes abgewinnen:

manchmal bietet Silvester auch die Möglichkeit, sich mit alten Freunden wieder zu treffen und das vergangene Jahr zu besprechen, relativ grundlos zu feiern und sich von den Weihnachtsfeierlichkeiten und der Besinnlichkeit loszureißen.

Dementsprechend noch allen (nachträglich) ein frohes Neues Jahr!